06.02.2014 / Thema / Seite 10

Nur die Guten dürfen rein

Vorabdruck. Politik und öffentliche Meinung betrachten Migranten unter dem Gesichtspunkt ihrer ökonomischen Verwertbarkeit. Rassismus ist zur Spaltung der Beschäftigten noch immer ein probates Mittel

Sebastian Friedrich und Marika Pierdicca
In diesen Tagen erscheint im Papyrossa-Verlag der Sammelband »Migration und Arbeit in Europa«, herausgegeben von Hartmut Tölle und Patrick Schreiner. jW veröffentlicht an dieser Stelle vorab den Aufsatz »Migration und Verwertung. Rassismus als Instrument zur Segmentierung des Arbeitsmarktes«. Der Abdruck erfolgt nach redaktioneller Bearbeitung leicht gekürzt. Auf Fußnoten und Literaturverzeichnis wurde verzichtet. (jW)


In der Bundesrepublik Deutschland sind Einwanderung und Sozialstaat zwei zentrale Themen medialer und politischer Auseinandersetzungen. Sind diese Themen miteinander verschränkt, ist es insbesondere die Stellung von (Post-)Migranten1 auf dem Arbeitsmarkt, die im Fokus steht. Ausgangspunkt dieser Debatte ist die Tatsache, daß (Post-)Migranten in Deutschland durchschnittlich geringer qualifiziert und häufiger von Armut betroffen sind. Dem aktuellen »Datenreport 2011« des Statistischen Bundeamtes zufolge ist der Anteil der Schüler mit »Migra...

Artikel-Länge: 24559 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe