24.12.2013 / Schwerpunkt / Seite 3

»Analyse statt EU-Jubel«

Zwei Bundestagsabgeordnete der Linken haben einen eigenen Programmentwurf für den Europawahlkampf vorgelegt. Ein Gespräch mit Diether Dehm und Wolfgang Gehrcke

Arnold Schölzel
Diether Dehm ist Schatzmeister der Europäischen Linkspartei und Europa­politischer Sprecher der ­Bundestagsfraktion von Die Linke; Wolfgang Gehrcke ist stellvertretender Fraktionsvorsitzender

Benjamin Hoff, bis vor kurzem Sprecher des »Forums Demokratischer Sozialismus«, FDS, in der Partei Die Linke, wird mit dem Satz zitiert: »Wir Linksreformerinnen und -reformer sind gemeinhin der Kopf und Verstand der Partei, während die selbsternannten Parteilinken eher den Bauch repräsentieren.« Sie haben zu zweit einen eigenen Programmentwurf für den Europawahlkampf 2014 vorgelegt. Wurde der aus dem Bauch heraus geschrieben?

Wolfgang Gehrcke: Ich bin immer froh, wenn Leute sich selbst für ihre Intelligenz loben. Oft ein Anzeichen dafür, daß andre das zu wenig tun. Im übrigen hätte ich gern einmal Texte des FDS zu Europa, in denen mehr Analyse steht, nicht nur wie schick die EU ist. Nebenbei: Wir haben für unseren Programmentwurf auch Lob aus dem FDS bekommen, und di...

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