06.11.2013 / Inland / Seite 5

Whistleblower im Regen

Transparency: Deutschland bietet zu wenig Schutz vor Strafverfolgung

Jana Frielinghaus
Die Bundesrepublik tut zu wenig, um Menschen, die Mißstände in Unternehmen und Behörden aufdecken, vor Mobbing, Kündigung und Prozessen zu bewahren. Dies wird in einem am Dienstag von der Antikorruptionsorganisation Transparency International veröffentlichten Bericht zum Whistleblowerschutz in 27 EU-Mitgliedsstaaten festgestellt. Der Report bescheinigt nur vier Ländern Verhältnisse, in denen Leute, die bei Korruption, Gesundheitsgefährdung von Beschäftigten und Verbrauchern etc. Alarm schlagen, nicht zu viel riskieren. Gute Noten bekamen Großbritannien, Luxemburg, Rumänien und Slowenien. In der BRD und 15 weiteren Staaten gebe es nur einen »eingeschränkten Schutz«, sagte Edda Müller, Vorsitzende von Transparency Deutschland, gestern in Berlin. Lediglich Beamte müßten hierzulande keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen fürchten.

Mit welchen Belastungen verantwortungsbewußte und kritische Mitarbeiter rechnen müssen, zeigt der Fall der Altenpflege...

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