19.10.2013 / Titel / Seite 1

Hanseatische Repression

KZ-Überlebende Esther Bejarano: »Die Asyl- und Flüchtlingspolitik in Deutschland ist unerträglich. Wie der Hamburger Senat agiert, ist eine Schande«

Martin Dolzer
Afrikanisch aussehende Menschen läßt der Hamburger Senat seit einigen Tagen verstärkt kontrollieren. Um die Identität der mehr als 350 Flüchtlinge der Gruppe »Lampedusa in Hamburg« festzustellen, scheint jedes Mittel recht. Zudem nahm die Polizei in den letzten sechs Tagen 29 schwarzafrikanische Kriegsflüchtlinge aus Libyen vorübergehend in Gewahrsam. Viele wurden erkennungsdienstlich behandelt. Etlichen Hamburgern reicht’s: Jeden Tag gehen zwischen 700 und 1300 Menschen auf die Straße. Polizeikessel, Ingewahrsamnahmen und Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten sind die Folgen. Immer mehr Menschen überwachen mittlerweile die Kontrollen. Die Bürgerschaftsfraktion der Linken bezeichnete diese Praxis in einem Brief als rassistisch und forderte die Polizisten auf, sich dagegen zu wehren.

Am Freitag informierten die Flüchtlinge von »Lampedusa in Hamburg« im Kulturzentrum Kölibri über ihre Lage. »Wir sind aus Libyen vor Krieg und Massake...

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