14.02.2013 / Thema / Seite 10

Das Bio-Musterland

Ökonomie. Kuba baut seine Landwirtschaft um. Die Erfolge sind beachtlich, aber vom Ziel – Ernährungssouveränität – ist das Land noch weit entfernt

Volker Hermsdorf, Havanna
Wenn wir das nicht hinbekommen, können wir untergehen!« Mit diesen Worten beschrieb der kubanische Präsident Raúl Castro Ende letzten Jahres die Situation der Landwirtschaft. Zwar hatte es leichte Zuwächse bei der Produktion wichtiger Grundnahrungsmittel wie Reis, Bohnen und sogar Milch gegeben, in der Viehwirtschaft, beim Obst- und Gemüseanbau waren die Planvorgaben dagegen nicht annähernd erreicht worden. Es sei »unhaltbar«, kritisierte Castro, daß Kuba sogar Kaffee importieren müsse.

Trotz jahrelanger Anstrengungen kommt der Agrarsektor in Kuba nicht wie gewünscht auf die Beine. Der einst größte Rohzuckerproduzent der Welt hat seine Anbaufläche seit 2003 um mehr als die Hälfte reduziert. 2010 fielen die Zucker- und Kaffeeernte historisch schlecht aus. In der gleichen Zeit verringerte sich die Nachfrage nach anderen traditionellen Exportprodukten wie Langusten, Rum und Zitrusfrüchten. Auch sonst übertrafen die Importe oft die Exporterlöse. ...

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