25.10.2012 / Ausland / Seite 7

Beziehungskrise

Rußlands Präsident Wladimir Putin verschiebt seinen Indien-Besuch wegen Differenzen bei gemeinsamen Projekten

Hilmar König
Fehlende Klarheit« zu einigen Megaprojekten nannte das indische Außenministerium am Montag als Grund für die verschobene Visite des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die eigentlich am 1. November beginnen sollte. Dessen Pressesprecher Dimitri Peskow erklärte ebenso schwammig, alle Details der bilateralen Agenda müßten bis zum neuen Termin, dem 24. Dezember, auf dem Tisch liegen, damit die Visite Putins maximalen Nutzen bringt. Beide Seiten versuchen so zu kaschieren, daß über den indo-russischen Beziehungen ein Schatten liegt.

Das Verhältnis gilt trotz einiger Tiefpunkte nach dem Zerfall der UdSSR als unverbrüchlich. Garant dafür ist vor allem die Kooperation im Militärsektor. Wie die Sowjetunion ist auch Rußland noch immer Indiens Waffenlieferant Nummer 1, auch wenn die USA und Israel inzwischen zu starken Konkurrenten geworden sind. So verwundert nicht, daß einer der Knackpunkte ein Milliarden US-Dollar teurer Flugzeugträger ist, der e...

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