22.10.2012 / Ausland / Seite 2

Strategie des Hasses

Syrien wird der Urheberschaft des tödlichen Anschlags im Libanon beschuldigt

Karin Leukefeld, Damaskus
Nach dem Tod des Chefs vom Inlandsgeheimdienst im Libanon, Brigadegeneral Wissam Al-Hassan, schüren Politiker im Zedernstaat Haß auf Syrien und die libanesische Hisbollah. Al-Hassan war bei einem Bombenanschlag in Aschrafiyeh am Freitag mittag getötet worden, mit ihm starben sieben weitere Personen. Mehr als 100 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Das Attentat ereignete sich in einer schmalen Wohnstraße des Viertels im Osten Beiruts. Nachdem der Tod des hochrangigen Geheimdienstlers bekannt geworden war, spekulierten Politiker und Kommentatoren in arabischen Nachrichtensendern über die Urheberschaft des Anschlags. Mehrheitlich wiesen sie dabei auf den syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad und die libanesische Hisbollah. Die syrische Führung habe Al-Hassan auf der Todesliste gehabt, weil er für die Verhaftung des Damaskus freundlich gegenüberstehenden ehemaligen Ministers Michel Samaha im August verantwortlich war. Angeblich soll Samaha Sprengstoff aus Syrien in den Libanon ges...

Artikel-Länge: 3239 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text- oder HTML-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe