22.10.2012 / Inland / Seite 5

Neubauten für Reiche

Hamburg: Wohnungsnot wird zu immer größerem Problem. »Bündnis Mietenwahnsinn stoppen« kündigt Großdemonstration für 10. November an

Mirko Knoche
Die Wohnungsnot entwickelt sich zum bundesweiten Phänomen. Noch ist die Lage in Hamburg am dramatischsten, die Neuvermietungen kosten dort mittlerweile 60 Prozent mehr als die Bestandsmieten. Am Wochenende beschäftigte sich ein dreitägiger Kongreß des Bündnisses »Mietenwahnsinn stoppen« mit Gegenentwürfen. Auch der DKP-Landesparteitag verabschiedete am Samstag ein wohnungspolitisches Forderungsprogramm. Wie sich das Problem in den anderen Großstädten der Republik darstellt, erläuterte der Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, am Freitag auf einer Pressekonferenz in der Hafenmetropole.

Er zitierte Daten aus dem neuen Bericht der Bundesregierung über die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft vom vergangenen Mittwoch. Demnach wurden noch nie so wenige Wohnungen wie in den letzten drei Jahren errichtet. Auf eine positivere Entwicklung in der Zukunft hofft dagegen Bundesbauminister Peter Ramsauer (CSU): »Jetzt nimmt die Bautätigkeit w...

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