11.10.2012 / Wissenschaft & Umwelt / Seite 15

Cui bono?

Nobelpreise 2012 für Medizin, Physik und Chemie vergeben

Ralf Ledebur
Dem Stifter der Nobelpreise ging es um die Ehrung jener Forscherkollegen, die im jeweils »verflossenen Jahr der Menschheit den größten Nutzen gebracht haben«. Der Passus vom »verflossenen Jahr« wurde 1900, vier Jahre nach Alfred Nobels Tod, aus den Statuten getilgt – so schnell ließ sich das nicht beurteilen. Oft ist Jahrzehnte nach Entdeckungen noch unklar, ob sie nun Nutzen bringen, und wenn ja: Wem? Der gesamten Menschheit eher nicht.

Der Nobelpreis für Chemie wurde am Mittwoch Robert Lefkowitz und Brian Kobilka (beide USA) zuerkannt. Die beiden erforschten »G-Protein-gekoppelte Zellrezeptoren«, welche für die Verarbeitung verschiedener Umweltreize verantwortlich sind. Etwa die Hälfte aller Medikamente zielt nach Schätzungen der Stockholmer Juroren auf diese Rezeptoren. Zumindest für die Pharmaindustrie ist der Nutzen also nicht von der Hand zu weisen.

Mit besonderer Spannung war am Dienstag die Entscheidung über den Physik-Preis erwartet worde...



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