11.10.2012 / Feuilleton / Seite 12

Die Wahrheit über die Frankfurter Buchmesse (1)

Das Internet ist geduldig

Klaus Bittermann
In der FAS wurden bereits vor der Buchmesse die »Zwanzig unter vierzig« gekürt. Wer nicht wußte, was das sein sollte, dem erklärte Volker Weidermann in einem Intro, daß damit die besten jungen deutschsprachigen Schriftsteller von heute gemeint seien. Eine Idee, die er vom New Yorker übernommen habe, wo 2010 die »Forty under twenty« aufgetaucht seien. Das Konzept des New Yorker wäre natürlich spannender gewesen, aber auch das FAS-Konzept schien schwierig genug gewesen zu sein, denn in den Kreis derjenigen, deren Büchern die FAS-Redaktion entgegenfiebert, befindet sich auch Maxim Drüner, der gar kein Schriftsteller ist, sondern Rapper. Seine Lyrik aber hat den Ausschlag gegeben, ihn in den illustren Kreis aufzunehmen: »Wir haben uns nicht gelangweilt / für uns war jeder Lehrer ein Clown / Kein Platz für Bücher im Rucksack, wir waren bei Edeka klauen / Die reden nur Blödsinn von wegen der Mensch stammt vom Affen ab / Und daß ich unter keinen Umständen mein A...

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