11.10.2012 / Thema / Seite 10

Die Dissidentin

Hintergrund: Judith Butler und ihr neues Buch über jüdische Kritik am Zionismus

Michael Zander
Um die Verleihung des Adorno-Preises der Stadt Frankfurt am Main hat es in diesem Jahr einige Aufregung gegeben. Anlaß waren Vorwürfe gegenüber der Preisträgerin, der US-amerikanischen Philosophin Judith Butler. Die Jerusalem Post zitierte am 26. August Thomas von der Osten-Sacken, Autor der Jungle World und der Welt. Dieser empörte sich, die Philosophin unterstütze Boykott- und Sanktionsforderungen gegenüber Israel, außerdem habe sie die Hamas als einen »Teil der weltweiten Linken« bezeichnet. Autoren der Jungle World (9.8.2012 und 6.9.2012) nannten die Intellektuelle indirekt eine Antisemitin. Den Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, zitierte Spiegel online (27.8.2012) mit den Worten, Butler sei eine »bekennende Israel-Hasserin«. Nur »ein Kuratorium, dem die (…) moralische Festigkeit« fehle, könne ihren Beitrag zur Philosophie »formvollendet von ihrer moralischen Verderbtheit trennen«. In der Frankfurter Rundschau (6.9.12) fügte der zum...

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