22.09.2012 / Geschichte / Seite 15

Entscheidender Schritt

Vor 150 Jahren: Erlaß Abraham Lincolns erklärt die Sklaven in den USA für frei

Gerd Bedszent
Am 22. September 1862 unterzeichnete der US-Präsident Abraham Lincoln die sogenannte Emanzipationsproklamation, in der alle unter Kontrolle der abtrünnigen Südstaaten stehenden Sklaven mit Wirkung vom 1. Januar 1863 für frei erklärt wurden. Es war weltweit weder der erste noch der letzte Akt der Sklavenbefreiung. Vor den USA hatten die meisten Staaten die Sklaverei schon abgeschafft, als erstes die Republik Haiti, die ihre Entstehung einer erfolgreichen Sklavenrevolte verdankte. Den USA folgten beispielsweise 1871 das damalige Kaiserreich Brasilien, 1880 das damals spanisch beherrschte Kuba, das Königreich Saudi-Arabien gar erst im Jahre 1963. Lincolns Proklamation selbst bedeutete noch nicht die Abschaffung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten. In den elf konföderierten Staaten, die sich im Jahre 1861 von den USA abgespalten hatten, wurde sie nicht anerkannt und mußte erst militärisch durchgesetzt werden. Für die vier sklavenhaltenden Staaten, die bei der Union geblieben waren, ...

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