22.09.2012 / Fotoreportagen / Seite 4 (Beilage)

Das Schweigen brechen

Arroganz, Schikane, Terror und Tod: Israelische Soldaten berichten von ihrem Einsatz in den besetzten palästinensischen Gebieten. Fotoausstellung von »Breaking the Silence«

Sie sind jung, sie tragen Uniform und Waffe. Sie waren in den besetzten palästinensischen Gebieten im Einsatz, praktisch allmächtig – und sorgen sich nun um ihre Heimat. Weil sie ihr Land Israel lieben, brechen sie ihr Schweigen darüber, was sie getan und erlebt haben. »Breaking the Silence« macht die Besatzung zum Thema, damit sie eines Tages Geschichte werden kann. Knapp 150 Augenzeugenberichte hat die Menschenrechtsgruppe in dem gerade auf deutsch erschienenen Buch zusammengetragen. Es sind schockierende, in der Summe von mehr als 400 Seiten nur schwer erträgliche Schilderungen von Schikanen und Übergriffen gegenüber den Palästinensern, wissend, es ist das ganz normale Vorgehen der israelischen Armee. Im Willy-Brandt-Haus in Berlin dokumentiert bis Ende des Monats eine Fotoausstellung die bittere Realität. Zu sehen sind lachende, Zigaretten rauchende Besatzer neben einem gefangenen Palästinenser, dem die Augen verbunden sind. Über Stunden wird er festgehalten, weil die Solda...

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