18.07.2012 / Ausland / Seite 7

Keine Differenzen

Enge Zusammenarbeit Washingtons mit Israel beim Vorgehen gegen Iran. Weiter Kriegsvorbereitung in Golfregion

Knut Mellenthin
US-Außenministerin Hillary Clinton hat sich bei einem Besuch in Israel auffallend negativ über die Atomgespräche mit dem Iran geäußert. Nach ihren Treffen mit Premierminister Benjamin Netanjahu und anderen israelischen Spitzenpolitikern sagte Clinton, die von den Iranern präsentierten Vorschläge seien »non-starters«, also von Anfang an indiskutabel. Eine Begründung für dieses Urteil lieferte die Chefin des State Departments nicht. Ihre Einschätzung entspricht nicht den veröffentlichten Äußerungen aus der mit Teheran verhandelnden Sechsergruppe, zu der neben den USA auch Rußland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland gehören.

Clinton, die erstmals seit 2010 wieder in Israel weilte, war demonstrativ bestrebt, ihren Gastgebern Freude zu machen. So hob sie die absolute Übereinstimmung zwischen Washington und Jerusalem hinsichtlich des Vorgehens gegen Iran hervor und wies auf die »engen«, »nahezu täglichen« Beratungen beider Regierungen über diese...

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