31.03.2011 / Titel / Seite 1

Schutzlos in der Strahlung

Josef Oberländer
Im Umkreis des japanischen Atomkomplexes Fukushima Dai-Ichi hat sich die Lage weiter dramatisch zugespitzt. Im Boden rund um die Anlage wurde Plutonium nachgewiesen. Das radioaktiv verseuchte Wasser kann nicht abgepumpt werden, weil keine Speicherkapazitäten dafür zur Verfügung stehen. Die Strahlenwerte steigen weit über die Umgebung hinaus weiter. Im Meerwasser wurde ein neuer Höchstwert von radioaktivem Jod 131 gemessen, der um das 3355fache über dem zulässigen Höchstwert liegt. Die japanische Regierung erwägt inzwischen laut einem Medienbericht, drei beschädigte Reaktoren des Atomkraftwerks mit Planen abzudecken, um die Verbreitung von radioaktiven Teilchen zu vermindern.

Die Evakuierungszone blieb trotzdem auf 20 Kilometer begrenzt. Diese müsse umgehend auf 40 Kilometer ausgedehnt werden, forderte die Umweltorganisation Greenpeace am Mittwoch. Die Regierung habe die Bevölkerung nicht über die zunehmende Strahlung informiert. Dabei seien s...

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