01.03.2011 / Ausland / Seite 6

»Kollateralschäden« in Afghanistan

Regierungskommission stellt Tod von 65 Zivilisten während eines NATO-Angriffs fest

Knut Mellenthin
Fünfundsechzig »Zivilisten«, darunter 40 Kinder unter 13 Jahren, wurden am 17. Februar während einer Offensive der NATO-Truppen in der ostafghanischen Provinz Kunar getötet. Das ist das Ergebnis der Untersuchung einer Regierungskommission, das am Sonntag vorgelegt wurde. Präsident Hamid Karsai hatte die Gruppe unter Leitung seines Beraters für Stammesangelegenheiten, Schahsada Masud, nach dem Bekanntwerden des Massakers eingesetzt. Das Team führte vier Tage lang Gespräche mit Stammesältesten und anderen örtlichen Autoritäten, Bewohnern, Krankenhauspersonal und Sicherheitsheitskräften. Ihre Erkenntnisse bestätigen Anschuldigungen, die der Gouverneur der Provinz, Fazulah Wahidi, schon vor über einer Woche erhoben hatte. Wahidi sprach von 29 Kindern und 20 Frauen unter den Todesopfern.

Aus den Berichten Überlebender ergibt sich, daß zahlreiche Dorfbewohner aus ihren Häusern geflüchtet waren, als sie Schüsse und das Dröhnen von Kampfhubschraubern...

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