16.02.2011 / Ausland / Seite 8

»Zu viel Armut und zu viele arbeitslose Jugendliche«

In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa fordern Demonstranten seit Tagen den Rücktritt von Präsident Saleh. Ein Gespräch mit Mohammed Baza

Martin Lejeune
Mohammed Baza ist Touristenführer und Reisever­anstalter in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa

Seit Tagen fordern über 1000 Demonstranten im Jemen den Rücktritt des Präsidenten Ali Abdullah Saleh. Wer sind die Menschen, die in der Hauptstadt Sanaa auf die Straße gehen?

Es sind vor allem arbeitslose Jugendliche, Studenten, gebildete Kleinbürger aus der noch kleinen Mittelschicht, Menschenrechtsaktivisten und oppositionelle Abgeordnete. Auch Rechtsanwälte in ihren schwarzen Roben schließen sich mittlerweile den Demonstranten an und rufen: »Das Volk will, daß das Regime abtritt«. Auch in den Städten Aden und Tais kommt es zu Demonstrationen.

Was fordern die Demonstranten?

Politische Reformen, z.B. die Verschiebung der Parlamentswahlen am 27. April. Sie verlangen, daß sich Regierung und Opposition erst auf ein neues Wahlrecht einigen. Sie protestieren aber auch gegen die Korruption und die hohe Arbeitslosigkeit und fordern eine möglichst schnelle Verbesserung...

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