20.10.2010 / Ausland / Seite 6

Pakistanische Zivilisten im Visier der CIA

Hilfsorganisation CIVIC: Die meisten Opfer der US-Drohnenangriffe waren nicht an Kämpfen beteiligt

Rainer Rupp
Die Drohnenattacken des US-Geheimdienstes CIA auf Ziele in Pakistan halten an. Allein in diesem Monat wurden bereits siebzehn Angriffe registriert, zuletzt am Montag, als sieben angeblich »Aufständische« getötet wurden – so die offizielle Version. Daß es sich bei den Opfern allerdings bei genauerer Untersuchung des Tatorts in der Regel um an Kämpfen nicht beteiligte Zivilisten, häufig um Frauen und Kinder, handelt, wurde nun durch eine Untersuchung der Hilfsorganisation »Kampagne für unschuldige Opfer in Konflikten« (Campaign for Innocent Victims in Conflict – CIVIC) bestätigt. Deren Bericht, der Anfang der Woche bekannt wurde, basiert auf Untersuchungen an neun zufällig ausgesuchten Angriffsorten und auf Gesprächen mit überlebenden Opfern. Insgesamt wurden seit dem Amtsantritt von Präsident Barack Obama vor gut anderthalb Jahren 139 Drohnenattacken im pakistanischen Grenzgebiet zum besetzten Afghanistan gezählt.

Als typisches Beispiel führt ...

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