04.08.2010 / Antifa / Seite 15

Fehlstart für »Pro Berlin«

Rechtspopulisten in der Hauptstadt erfolglos. Mitglied der CDU-Fraktion unter Druck. Antifa-Bündnis sucht Zeugen nach Polizeieinsatz am 17. Juli in Schöneberg

Lothar Bassermann
Etwa ein Jahr vor den Abgeordnetenhauswahlen im September 2011 in Berlin ist noch unklar, ob Rechtspopulisten vom Schlage »Pro Deutschland« kandidieren werden. Einiges hängt dabei von den Ambitionen des 45jährigen Politikers René Stadtkewitz ab, der seit Jahren mit antimuslimischer Hetze für Aufsehen sorgt. Stadtkewitz wurde über die Pankower CDU-Liste ins Abgeordnetenhaus gewählt und engagierte sich in seinem Bezirk massiv gegen einen Moscheeneubau im Ortsteil Heinersdorf. Aus Protest gegen eine zu »liberale Ausländerpolitik« hatte er die Partei im Herbst letzten Jahres verlassen, ist jedoch weiterhin parteiloser Abgeordneter der Berliner CDU-Fraktion. Auch dies könnte sich bald ändern: Nach der Ankündigung von Stadtkewitz, seinen »Freund« Geert Wilders für den 2. Oktober zu einer Diskussionsveranstaltung nach Berlin einzuladen, drohte ihm der CDU-Landesvorsitzende, Frank Henkel, mit dem Ausschluß aus der Fraktion. Wilders ist Vorsitzender der ultrarecht...

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