30.07.2010 / Ausland / Seite 8

»Man will sie aus der Stadt herausekeln«

Palästinenser aus Ostjerusalem kämpft mit Hungerstreik vor Botschaft Israels in Berlin um Paß für sein Kind. Ein Gespräch mit Raif Hussein

Gitta Düperthal
Raif Hussein ist Vorsitzender der Palästinensischen Gemeinde Deutschland (PGD) mit Hauptsitz in Hannover, die 21 Suborganisationen hat

Die Palästinensische Gemeinde Deutschland solidarisiert sich mit dem derzeit in Berlin lebenden Palästinenser Firas Maraghy, der seit Dienstag vor der israelischen Botschaft in Berlin im Hungerstreik ist. Dort hat man ihm verweigert, seine neugeborene Tochter in seinen »laissez passer« (israelisches Reisedokument) einzutragen. Warum greift er zu solch drastischem Mittel?

Zunächst einmal gilt es, den Sonderstatus der Palästinenser, die – wie Firas Maraghy – in Ostjerusalem leben, zu verstehen: Sie sind staatenlos und erhalten keinen regulären Reisepaß; nur dieses Reisedokument, einen sogenannten »laissez passer«. Im Gazastreifen und in der Westbank bekommen Palästinenser einen palästinensischen Paß; in Israel ein israelisches Dokument. Einzig im nach dem Krieg von 1967 von Israel annektierten Ostjerusalem ...

Artikel-Länge: 4780 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe