19.11.2009 / Ausland / Seite 7

Israelische Provokation

Tel Aviv will im widerrechtlich besetzten Ostjerusalem 900 neue Wohneinheiten bauen. Vorhaben löst weltweite Proteste aus

Karin Leukefeld
Insgesamt 900 neue Wohneinheiten will Israel in der Siedlung Gilo im Osten Jerusalems bauen. Das hat am Dienstag das Innenministerium bekanntgegeben und damit weltweit Empörung ausgelöst. Die Siedlung befindet sich auf 1967 von Israel besetztem Land, das früher zu Bethlehem gehörte und völkerrechtswidrig annektiert wurde. Derzeit wohnen dort 40000 Siedler. Von Israel vertriebene Bewohner leben heute im nahe gelegenen Aida-Flüchtlingslager. Der Siedlungsbau löste gewaltlosen Widerstand und eine gerichtliche Klage auf palästinensischer Seite aus. Beides konnte den Bau nicht aufhalten. Inzwischen hat die israelische Mauer nahegelegene Dörfer wie den Ort Budrus völlig abgeriegelt, um die Siedlung Gilo »zu schützen«. Auch gewaltloser Widerstand gegen die Mauer blieb ohne Erfolg. Die Stadt Beit Jala (12000 Einwohner) wird mittlerweile nicht nur von der expandierenden Siedlung Gilo, sondern auch von zwei weiteren Siedlungen bedroht.

Die israelische Ankündigung ...

Artikel-Länge: 4387 Zeichen

Sie benötigen ein Online-Abo • jetzt bestellen

Bitte einloggen

Abo abschließen

  • Gedruckt

    Printabo

    Sechs mal die Woche: Hintergrund und Analysen, Kultur, Wissenschaft und Politik. Und Samstag acht Seiten extra.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €
  • Online

    Onlineabo

    24/7: Sofortiger Zugang zu allen Artikeln und Beilagen. Downloads, Mailausgabe, Features, das ganze Archiv.

    16,90 Euro/Monat Soli: 21,90 €, ermäßigt: 10,90 €
  • Verschenken

    Geschenkabo

    Anderen eine Freude machen: Verschenken Sie jetzt ein Abonnement der Printausgabe.

    37,90 Euro/Monat Soli: 47,90 €, ermäßigt: 27,90 €

Kurzzeitabo abschließen

Zur aktuellen Ausgabe