30.10.2009 / Ausland / Seite 6

Besatzer scheitern immer

Der Niedergang von Okkupationsmächten liegt in den Widersprüchen ihre Aufstiegs begründet

Mumia Abu-Jamal
Die eskalierte Situation in Irak und Afghanistan und die Ausweitung des afghanischen Krieges auf Pakistan, aber auch die Situation in den von Israel besetzten Gebieten, aktuell wieder dramatisch ins Bewußtsein gerückt durch die Berichte über die systematische Unterversorgung der palästinensischen Bevölkerung von Gaza mit Trinkwasser, werfen tagtäglich aufs neue die Frage auf: Kann es überhaupt ein »gutes« Besatzungsregime geben? Und wenn die Frage mit ja beantwortet würde, für wen ist es dann gut – für den Besatzer oder für die Menschen im besetzten Land? Die Antwort auf die zweite Frage beantwortet automatisch auch die erste. Für den Besatzer ist die Lage in einem okkupierten Land nur dann gut, wenn das von ihm etablierte Regime möglichst wenig Widerstand im besetzten Land hervorruft und wenn die eigene Bevölkerung seine Politik und sein militärisches Vorgehen gutheißt oder zumindest stillschweigend duldet.

Für die Einwohner eines von ...

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