11.07.2009 / Wochenendbeilage / Seite 1 (Beilage)

»Der einzige Ausweg ist das Ende des Zionismus«

Gespräch mit Jeff Halper. Über die israelische Linke, die Besetzung palästinensischer Gebiete und die vierte Genfer Konvention

Karin Leukefeld
Jeff Halper (geb. 1946) arbeitet als Professor für Anthropologie an den Universitäten von Haifa und Beerscheba. 1997 war er Mitbegründer des Israelischen Komitees gegen Hauszerstörungen (ICAHD). Er ist einer der Hauptorganisatoren der Initiative »Free Gaza«.

Anfang Mai haben Sie in Freiburg den Kant-Weltbürger-Preis erhalten, zusammen mit Bischof Dom Luiz Cappio aus Brasilien, dazu nachträglich noch herzlichen Glückwunsch. Welche Bedeutung hat dieser Preis für Sie?

Wenn man als Aktivist und Israeli für eine so unpopuläre Sache eintritt wie Frieden mit den Palästinensern, fühlt man sich natürlich von der Gesellschaft und den Medien ausgeschlossen. Denn Medien und der Mainstream stehen im allgemeinen auf der Seite von Israel. Wenn man für die Rechte der Palästinenser, der Araber eintritt, wird man als »selbsthassender Jude« bezeichnet, als »Antisemit« oder »Terrorist«, das isoliert einen natürlich. Da ist es schön, wenn so eine angesehene Organisation...

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