04.12.2008 / Ausland / Seite 6

Version der Apartheid

Scharfe Kritik des Präsidenten der UN-Vollversammlung an repressiver Politik Israels in den palästinensischen Autonomiegebieten

Thalif Deen, IPS
Der Präsident der UN-Vollversammlung, Pater Miguel d’Escoto Brockmann, hat Israel für seine repressive Politik in den palästinensischen Autonomiegebieten mit dem südafrikanischen Apartheid-Regime verglichen. »Was dem palästinensischen Volk angetan wird, scheint mir eine Version der abscheulichen Apartheid-Politik zu sein«, sagte D’Escoto anläßlich des internationalen Palästina-Solidaritätstages am 29. November. Ferner nannte er den bis heute fehlenden palästinensischen Staat das »größte Versagen in der Geschichte der Vereinten Nationen«.

Vor rund 60 Jahren seien 800 000 Palästinenser aus ihrer Heimat vertrieben worden und bis heute auf der Flucht, entwurzelt und marginalisiert. Zugleich feiere der israelische Staat sein 60jähriges Bestehen. Schandhafterweise gebe es keinen palästinensischen Staat, der ein Jubiläum feiern könnte, obwohl sich die UN-Vollversammlung vor 61 Jahren in einer Resolution für die Zweitstaatenlösung ausges...

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