13.11.2008 / Wissenschaft & Umwelt / Seite 15

Mehr und mehr Abraum

»Barrel ist nicht gleich Barrel«: Da konventionelle Ölquellen versiegen, wird vor der Ausbeutung von Teersand oder Ölschiefer gewarnt

Wolfgang Kerler/IPS
Die Verdreifachung des Ölpreises auf jetzt um die 100 US-Dollar pro Barrel hat Begehrlichkeiten geweckt, was unkonventionelle Ölquellen wie Teersand und Ölschiefer angeht. Klimaforscher warnen eindringlich vor der Ausbeutung dieser Quellen. Sie sei kostspielig, energie- und CO2-intensiv. »Barrel ist nicht gleich Barrel«, sagt Steve Andrews von der Arbeitsgruppe für das Stu­dium von Peak-Oil und -Gas (ASPO). Dieses Netzwerk von Wissenschaftlern beschäftigt sich mit der Bestimmung des globalen Fördermaximums: Wann ist es erreicht, und welche Folgen sind zu erwarten?

Bei der Ölgewinnung aus unkonventionellen Quellen, sagt Andrews, wird zwei- bis dreimal soviel Energie verbraucht wie beim Abbau konventionellen Öls. Dazu kommen deutlich höhere Treibhausgasemissionen, ein enormer Wasserverbrauch und giftige Abfallprodukte. Biotreibstoffe sind für ihn keine Alternative: zu landintensiv. Die Nahrungsmittelpreise werden in die Höhe getrieben. Für ihn haben einzig e...

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