25.07.2008 / Feminismus / Seite 15

Popkultur statt Politik

Überwiegend unbedarft bis neoliberal: Die neue Welle feministischer Publikationen

Gitta Düperthal, Jana Frielinghaus und Mareen Heying
Frauen, die immer ein Auge zudrücken, tun dies am Ende nur noch, um zu zielen«, hat Humphrey Bogart mal gesagt. Der Satz kommt einer nach der Lektüre von Meredith Haafs, Susanne Klingners und Barbara Streidls vielbeachtetem »Alpha-Mädchen«-Buch in den Sinn. Aber sie haben immerhin einen originellen Begriff geprägt, der einen Anspruch formuliert: Mit der Gleichberechtigung muß endlich Ernst gemacht werden, denn sie ist auch in der Bundesrepublik mitnichten Realität.

Diese Erkenntnis wird aber nicht nur von Haaf/Klingner/Streidl fortwährend relativiert, sondern auch von den Autorinnen zahlreicher weiterer Essays und Kolumnen, die in den letzten beiden Jahren im Wochenrhythmus erschienen sind. Derzeit machen Jana Hensel und Elisabeth Raether mit ihrem Büchlein »Neue deutsche Mädchen« von sich reden. Ihr Werk illustriert erneut die bemerkenswerte Harmoniesucht, die den in den Medien präsenten jungen Frauen dieses Landes gemeinsam ist, zumindest, solange es um ...

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