24.01.2008 / Ausland / Seite 7

»Unheilvoll«

Kritik an indischer Regierung: Militärkooperation mit Israel ausgebaut, ohne zur Gaza-Blockade Stellung zu nehmen

Hilmar König, Neu-Delhi
Zu einem Zeitpunkt, da Israel mit seiner Blockade des Gazastreifens und der Strangulierung der dort lebenden Palästinenser weltweit für Empörung sorgt, setzte Neu-Delhi ein verwirrendes Zeichen: Am Montag brachte eine indische PSLV-Rakete einen israelischen Spionagesatelliten ins All. Offiziell wurde das als technischer und kommerzieller Erfolg gefeiert. Immerhin zahlten die Israelis den Indern für den erwiesenen Liebesdienst sechs Millionen Dollar. Und die Experten vom Raketengelände Shriharikota im Bundesstaat Andhra Pradesh strichen heraus, daß technisch alles wie am Schnürchen gelaufen sei und man erneut einen »Bildbuchstart« geschafft habe.

Beschämendes Schweigen

Auch die Israelis, die keine Medienpräsenz zugelassen hatten, zeigten sich anschließend höchst zufrieden. Denn ihr 300 Kilo schwerer Satellit namens Tecsar begann bereits 80 Minuten später zu senden. Seine Geräte zeichnen alles von Interesse auf – 24 Stunden, auch bei Wolken und Regen, 3...

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