05.11.2007 / Politisches Buch / Seite 15

Sehr schlicht

Wolfgang Wippermann hat ein Buch über Verschwörungstheorien geschrieben

Markus Klöckner
Manch einer ist so überzeugt, daß er gar nicht weiß, wovon. Den Eindruck erhält, wer das Buch »Agenten des Bösen. Verschwörungstheorien von Luther bis heute« des Historikers und Professors an der Freien Universität Berlin Wolfgang Wippermann liest. Der Band soll eine Art Generalabrechnung mit verschwörungstheoretischen Denkansätzen sein. Prinzipiell erhebt Wippermann den Anspruch, eine allgemeingültige Erklärung für das Phänomen der Verschwörungstheorien zu liefern. Dabei zeigt seine Arbeit dem Leser in erster Linie, wie er, Wippermann, gedanklich das Problem erfaßt: nämlich ungeschickterweise genau in der Art, die er Verschwörungstheoretikern vorwirft – komplexitätsreduzierend. In der Welt seines Buches gibt es keine realen Verschwörungen, gibt es keine Geheimdienste, die verdeckte Operationen ausführen, gibt es keine Strategie der Spannung, keinen verschwörerischen Staatsterror, keinen Terrorismus unter falscher Flagge, hat es eine kriminelle Freimaurer...

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