14.09.2007 / Inland / Seite 8

»Der Bundeswehreinsatz befördert die Unsicherheit«

Frieden läßt sich nur durch den Dialog zwischen den Konfliktparteien erreichen. Ein Gespräch mit Johan Galtung

Ann Friday
Professor Johan Galtung (76) ist Friedensforscher aus Oslo, Träger des Alternativen Friedensnobelpreises und Gründer des Transcend-Netzwerk


Zur Zeit findet in Basel ein Kongreß der schweizerischen Gesellschaft für Soziologie unter dem Titel »Krieg« statt, an dem Sie teilnehmen. Finden Sie es nicht problematisch, daß das Wort Frieden im Motto der Veranstaltung nicht auftaucht?
Nein, wenn wir den Begriff und die Welt dialektisch betrachten, enthält das Wort Krieg auch sein Gegenteil. Wie können wir den Krieg ohne den Frieden verstehen? Oder Rot ohne die anderen Farben, Männer ohne Frauen? Auch beim Friedenstiften müssen wir die dahinterliegenden Ursachen betrachten, um Methoden zur Konfliktlösung zu finden.
Welche Formen der Konfliktlösung schlagen Sie angesichts der aktuellen Kriege vor?
Es geht immer darum, mit allen Konfliktparteien zu sprechen und sie zu fragen, welche Zielstellung sie haben. Herr Olmert, Herr Abbas, wie stellen Sie sich die Zukunft im Nahe...


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