19.07.2007 / Ausland / Seite 7

Auf den Trümmern

Wie weiter nach Zerstörung von Nahr Al Bared? Zu Besuch bei palästinensischen Organisationen im Libanon

Karin Leukefeld, Beirut
Das palästinensische Flüchtlingslager Nahr Al Bared bei Tripoli im Nordlibanon, einst Unterkunft für rund 30000 Menschen, existiert nicht mehr. Häuser, Wohnungen, Kindergärten, Schulen, Gemeinde- und Gesundheitszentren, Geschäfte, Banken, ein ganzer Ort liegt in Schutt und Asche. Seit zwei Monaten kämpft die libanesische Armee einen verlustreichen Kampf gegen die Gruppe Fatah Al Islam, 104 Soldaten und bis zu 200 islamische Kämpfer haben bisher ihr Leben gelassen. Die Zahl der zivilen Opfer ist unklar. Noch immer liegen Tote unter eingestürzten Häusern, die nicht geborgen werden konnten. Straße für Straße rückt die Armee in dem Lager vor. Bis auf die Angehörigen der Kämpfer haben alle Palästinenser das Lager verlassen, berichtet der Palästinensische Rote Halbmond. Vergeblich versuchte die Organisation, die 24 Frauen und 45 Kinder zu evakuieren. Ob freiwillig oder unter Druck, sie erschienen nicht am verabredeten Ort.

Opfer, nicht Täter

Die libanesischen M...

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