15.03.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Zuträgerarbeit für anhaltende antiislamische Kampagne

Klaus Hartmann
Einige werfen angesichts der Gründung des »Zentralrats der Ex-Muslime« die Frage auf, ob damit nicht der anschwellenden antimuslimischen Stimmungsmache in Deutschland zusätzliche Munition geliefert wird, verbunden mit der Frage, ob Religionskritik überhaupt noch »erlaubt« ist, wenn daraus Rassisten oder Kriegsbefürworter Honig saugen können. Die notwenige Kritik an Machtmißbrauch und Menschenrechtsverletzungen durch religiöse Institutionen erfordert die glasklare Abgrenzung von jenen, die Religionskritik nur als Vorwand benutzen, um Antiislamismus als Haßideologie verbreiten.

Daran muß sich auch die neue Gruppe messen lassen. Ein Blick auf die Internet-Seite ex-muslime.de stimmt skeptisch. Zwar ist niemand für den Inhalt verlinkter Seiten verantwortlich, aber für deren Auswahl. Über den Link zur islamophoben Leitseite jihadwatch.org kommt man direkt ...

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