16.01.2007 / Schwerpunkt / Seite 3

Bush legt nach

US-Führung droht Iran mit Angriffen und will damit Weltfrieden retten. Rußland kritisiert Irak-Besatzer wegen Sturm auf Konsulat. »Botschaft des guten Willens« aus Teheran

Knut Mellenthin
Nach der Festnahme von fünf iranischen Diplomaten im Nordirak hat US-Präsident George W. Bush am Sonntag seine Drohungen gegen Teheran verschärft. Im Fernsehsender CBC sagte Bush an die Adresse des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad gerichtet: »Wenn wir eure Leute im Irak dabei erwischen, daß sie amerikanischen Bürgern schaden, werden wir uns mit ihnen befassen.«

Die Iraner waren am 11. Januar von US-Soldaten aus ihrem Büro in der nordirakischen Stadt Erbil verschleppt worden. Die Amerikaner hatten diese Aktion weder mit den örtlichen Behörden noch mit der irakischen Regierung abgesprochen. Der irakische Außenminister Hoschjar Zebari protestierte gegen das Vorgehen der US-Besatzungstruppen und wies darauf hin, daß die iranische Vertretung in Erbil schon seit zehn Jahren besteht. Sie sollte demnächst in den Rang eines Konsulats hochgestuft werden, sagte Zebari. Neben Irak und Iran verurteilte auch Rußland die Festnahmen. Michail Kamynin, Sprecher ...

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