20.07.2006 / Ausland / Seite 3

US-Medien: »Das ist unser Krieg.«

Rainer Rupp
Außerordentlich erfolgreich sei »Israels fünfte Kolonne in Amerika« dabei, die Nachrichten aus dem Mittleren Osten »zu verdrehen«, klagte diese Woche der konservative US-Kriegsgegner Justin Raimondo. »Statt über den brutalen Überfall auf den souveränen Staat Libanon zu berichten«, schrieben die US-Medien lediglich, daß Israel in den Libanon »hineingegangen« ist, »so wie man mal eben in einen Raum im eigenen Haus hineingeht«.

Vier Fünftel der US-Medienberichte beschäftigten sich detailliert mit dem Leid der von den Hisbollah-Raketen getroffenen Israeli. Über die von israelischen Bomben zerfetzten Frauen und Kinder im Libanon erfährt man in US-amerikanischen Medien so gut wie nichts. Mit Ausnahme Frankreichs und Spaniens ist das in Europa ähnlich. Dabei übersteigen die durch israelische Bomben verursachten Verwüstungen im Libanon die von Hisbollah-Raketen hervorgerufenen Schäden um ein Vielfaches. Auf jeden getöteten Israeli kommen derzeit zehn ...

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