15.03.2006 / Ausland / Seite 2

Gefängnis in Jericho gestürmt

Israel setzt zwei Wochen vor der Parlamentswahl auf Zuspitzung des Nahost-Konflikts

Der Konflikt im Nahen Osten ist zwei Wochen vor der israelischen Parlamentswahl weiter eskaliert. Soldaten stürmten am Dienstag mit Panzern das Gefängnis von Jericho. Sie verlangten von den Häftlingen, sich zu ergeben, was diese jedoch ablehnten. Es handelte sich um die größte Militäraktion im Westjordanland seit Monaten.

Die israelischen Truppen umstellten das Gefängnis und forderten die sofortige Auslieferung von sechs Häftlingen, denen der Mord an dem früheren israelischen Tourismusministers Rehavam Seevi vorgeworfen wird. Insbesondere wollten sie den Chef der Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP), Ahmed Saadat, in ihre Gewalt bringen. Es kam zu einem Schußwechsel, wobei ein palästinensischer Polizist getötet und ein weiterer verwundet wurde.

Schließlich rückten die Soldaten mit Planierraupen auf das Gelände vor. Zwei große Explosionen waren zu hören. Über Lautsprecher wurden alle 200 Häftlinge aufgerufen, sich zu ergeben. Nach Angaben ein...

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