21.02.2006 / Ausland / Seite 3

Folter exportiert

US-Gefängnisse als Modell: Die Wurzeln der Mißhandlungen im Irak, in Afghanistan und in Guantánamo liegen in den Vereinigten Staaten selbst

Linn Washington, Philadelphia

Wieder gehen Folterbilder aus US-Militärgefängnissen um die Welt und sorgen für Entsetzen. Für Informierte und Engagierte sind die Fotos und Berichte über das Quälen und Erniedrigen von Inhaftierten im Irak, in Afghanistan und auf dem US-Stützpunkt in Kuba nichts Überraschendes. »Es gibt große Ähnlichkeiten zwischen US-Gefängnissen und Guantánamo Bay«, sagt Bonnie Kerness, Koordinatorin des Prison-Watch-Programms des American Friends Service Committee (AFSC). Die Gefangenenhilfsorganisation der Quäker beobachtet seit 1975 Mißhandlungen in US-Gefängnissen. »Die USA haben eine lange Geschichte der Menschenrechtsverletzungen in Gefängnissen – sowohl vor als auch nach der Unterzeichnung internationaler Verträge zum Verbot der Folter«, so Kerness weiter.

Menschenrechtsverletzungen in US-Gefängnissen, das sind Schläge, Isolation, Elektroschockgürtel und sexuelle Demütigungen sowie das sogenannte Hooding. Das Überstülpen undurchsichtiger Kapuzen hat durch ...

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