17.11.2005 / Inland / Seite 5

Wachleute schikaniert

US-Armee verstößt auf Stützpunkten in Nordbayern permanent gegen deutsches Arbeitsrecht. Beschäftigte von Sicherheitsdienst Securitas werden ausgesperrt und gekündigt

Nick Brauns

In Nordbayern tritt die US-Armee deutsches Arbeitsrecht permanent mit Füßen. Seit 1999 sichern rund 1 400 Beschäftigte der Firma Securitas GmbH Werkschutz an sieben Standorten Stützpunkte der US-Armee. Seit Anfang 2005 haben sich ihre Arbeitsbedingungen extrem verschlechtert, beklagte der Schweinfurther Bezirksgeschäftsführer der Gewerkschaft ver.di, Ralf E. Sander, am Mittwoch gegenüber junge Welt.

Seit dem 1. Juni wurde 177 Mitarbeitern die Zutrittsberechtigung zu den US-Einrichtungen entzogen. 137 von ihnen erhielten daraufhin eine Kündigung. In der Regel wurde den Wachleuten der Zugang aus Sicherheitsgründen verwehrt. Da Securitas den Betroffenen keine anderen Arbeitsplätze anbieten kann, kommt dies einem Beschäftigungsverbot und der Kündigung gleich.

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