28.02.2005 / Titel / Seite 1

Damaskus im Fadenkreuz

Nach Anschlag in Tel Aviv erwägt Israel Aussetzen des Friedensprozesses und Militärschläge gegen Syrien. Dessen Führung weist Vorwürfe zurück

Bis zum Sonntag blieb unklar, wer hinter einem Selbstmordattentat vor einer Diskothek in Tel Aviv am Freitag abend stand. Israel beschuldigte am Wochenende Syrien und die Gruppe Islamischer Dschihad, zu der sich der Attentäter bekannt hatte, und drohte mit Militärschlägen. Damaskus stritt jegliche Mitschuld ab.

Israel stoppte die Vorbereitungen für einen Truppenrückzug aus fünf Städten des Westjordanlandes. Ministerpräsident Ariel Scharon forderte die Palästinensische Autonomiebehörde am Sonntag auf, entschieden gegen den »Terrorismus« vorzugehen. Andernfalls werde es in den Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern »keinen politischen Fortschritt« geben, erklärte Scharon zu Beginn der wöchentlichen Kabinettssitzung in Jerusalem. Er fügte hinzu: »Der direkte Test für die Palästinensische Autonomiebehörde wird in einer entschlossenen Aktion gegen den Islamischen Dschihad bestehen.«

Scharon brachte Syrien mit dem Attentat in Verbindung: »Der ...



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