20.10.2004 / Ansichten / Seite 8

Bedrohung erkannt

Druck auf Bochumer Opel-Werker

Klaus Fischer

Bochums Opel-Werker haben getan, was fast jeder tut, wenn er in die Ecke gedrängt und bedroht wird. Sie haben sich gewehrt, und das nach besten Kräften. Kaltschnäuzig hatte das Management von General Motors per Presseerklärung am vergangenen Donnerstag verkündet, daß 12 000 Menschen bei Opel ihren Job verlieren würden. Mindestens 4 000 sollten in Bochum von den Kahlschlagplänen betroffen sein, womöglich würde das ganze Werk dichtgemacht.

Die Beschäftigten in der Ruhrpott-Stadt waren geschockt. Aber sie versteckten sich nicht, starrten nicht wie das Kaninchen auf die Schlange. Sie griffen zu ihrer schärfsten Waffe.

»Wilder Streik« empörte sich die Mainstreampresse. Die Leute sollten an die Arbeit gehen, nörgelte der Bundeswirtschaftsminister. Ob das wohl gutgeht, rätselten Kollegen aus Rüsselsheim vor TV-Kameras. Den Le...

Artikel-Länge: 2671 Zeichen

Willkommen bei der Tageszeitung junge Welt

Zum Aufrufen dieser Seite ist ein Onlineabo erforderlich.

Bitte einloggen

Hilfe und Informationen

Abo abschließen

Welche Vorteile bietet ein Onlineabo?

  • Zugriff auf das Archiv seit 1997, alle Artikel und Recherchewerkzeuge.
  • E-Mail-Abo im Text-, HTML- oder E-Pub-Format.
  • Zugriff auf Seiten im PDF-Format.
  • Verwalten eigener Lesezeichen.

Zur aktuellen Ausgabe