28.02.2004 / Titel / Seite 1

Vier Tote an der Mauer

Fußtritte, Tränengas und tödliche Schüsse bei israelischer Militäraktion gegen Demonstranten im Westjordanland

Rüdiger Göbel

Bei Protesten gegen die von Israel im besetzten Westjordanland errichteten Sperranlagen sind vier Palästinenser getötet worden. Dies berichtete die Internationale Solidaritätsorganisation (ISM) am frühen Freitag morgen. Zunächst wurden zwei Tote gemeldet (siehe jW vom 27.2.). Zahlreiche Demonstranten, unter ihnen auch zwei israelische Friedensaktivisten, wurden verletzt, als israelische Soldaten eine mehrtägige Protestaktion auflösten. An der Kundgebung im Dorf Biddu, einige Kilometer nordwestlich von Jerusalem, hatten sich am Donnerstag mehr als 2 000 Palästinenser, israelische Friedensaktivisten und internationale Unterstützer beteiligt.

Nach ISM-Angaben schossen israelische Soldaten mit scharfer Munition, plastikummantelten Stahlkugeln und Tränengas auf die unbewaffneten Demonstranten. Drei junge Palästinenser starben: Zacharia Mahmoud Eid, 26 Jahre alt, Vater von drei Kindern, Mohamed Rayan, 26 Jahre alt, Vater von zwei Kindern, sowie M...

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