14.10.2003 / Ausland / Seite 9

Eine Welle der Zerstörung

Rund 2000 Palästinenser nach israelischem Einmarsch in Rafah obdachlos. Zwist in Autonomiebehörde

Rüdiger Göbel

Die ohnehin elenden Bedingungen der Palästinenser im Gazastreifen sind seit dem Wochenende noch elender geworden. Was am vergangenen Freitag offiziell als Razzia gegen angebliche palästinensische Terroristen begann, endete als Furor für die Zivilbevölkerung des Flüchtlingslagers. Die israelische Armee kam, suchte und zerstörte. Nach dem Truppenrückzug am Sonntag abend waren in Rafah rund 150 Häuser dem Erdboden gleichgemacht. In der Folge sind nun 400 Familien, etwa 2000 Palästinenser, obdachlos.

Der Leiter der UN-Hilfsorganisation UNRWA, Peter Hansen, sprach nach einem Besuch in dem verwüsteten Lager von einem »äußerst beträchtlichen Schaden«. Rafah war in den vergangenen drei...

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