09.09.2003 / Inland / Seite 6

»Schwarzes Schaf« der Linken in Nahost

Israelische Lesben berichteten in Hamburg über ihre Aktionen gegen Besatzungspolitik ihrer Regierung

Birgit Gärtner

»Free Condoms – Free Palestine« war das Motto einer Veranstaltung des Hamburger Flüchtlingsrats Ende vergangener Woche. Die israelischen Friedensaktivistinnen Dana Rubin und Gili Pliskin informierten über die Arbeit ihrer Organisation Kvisa Sh’chora, in der Araber und Israelis, Atheisten, Christen, Juden und Moslems aus Israel und Palästina zusammenarbeiten.

Kvisa Sh’chora heißt »Schwarze Wäsche«. Schmutzige Wäsche wolle man waschen, »den Dreck der israelischen Regierung sichtbar machen«, wie Gili Pliskin erläuterte. Doch da der hebräische Ausdruck für »Schwarze Wäsche« dem für »Schwarzes Schaf« sehr ähnlich ist, habe man sich für dieses Wortspiel entschieden. Als schwarzes Schaf der israelischen Linken sieht sich die Gruppe, weil ihre Aktivisten homosexuell sind. Und auch in der Lesben- und Schwulenbewegung hat Kvisa Sh’chora eine Außenseiterposition, weil sie links und aktiv gegen die Besatzung ist.

Das erste Mal trat die O...

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