11.05.2002 / Ausland / Seite 0

Beziehungsgeschichte

Gudrun Krämer hat ein lesenswertes Buch über die Geschichte Palästinas geschrieben

Wolfgang G. Schwanitz

»Zweifellos existierte nie ein Land, das man Palästina nannte.« Was es gab, empörte sich Aryeh Green im Wallstreet Journal, das sei ein mediterraner Raum gewesen, den die Römer nach dem jüdischen Aufstand im Jahre 125 umbenannt hätten, um die Juden von ihrem Land zu trennen. Gefolgt seien wechselnde Mächte bis zur Gründung Israels. Judäa und Samaria, die sogenannten okkupierten Gebiete westlich des Jordans, hätten seit 1947 keinen legalen Souverän gehabt, der durch die UNO oder die westlichen Staaten akzeptiert wurde. Allein Israel habe daher ein legales und historisches Recht auf das Land zwischen Jordan und Mittelmeer. Der Streit gehe also darum, ob, wann und wie es dieses Recht aufgebe.

Wem Jerusalem gehört, beschrieb Mike Jackman aus dem kalifornischen Mill Valley in derselben Zeitung Mitte März. Im Alten Testament komme dieser Name 669-, im Neuen Testament 154mal vor. Im Koran hingegen erscheine er gar nicht. Jerusalem habe nie religiöse Bedeutung f...

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