Zum Inhalt der Seite

Warnung vor Versorgungsnotstand

Berlin. Die Krankenhäuser sehen wegen Geldnot zunehmend die Versorgung der Patienten in Gefahr. Der »Mangel an Zuwendung« sei am Krankenbett längst zu spüren und nun drohe »eine neue Lücke der Unterfinanzierung in Milliardenhöhe«, warnte der Präsident der Deutsche Krankenhausgesellschaft, Rudolf Kösters, am Donnerstag in Berlin. »Nach den drastischen Einschnitten durch die Gesundheitsreform wird das Jahr 2008 zum Katastrophenjahr.« Kösters verwies auf explodierende Energie- und Sachkosten und die zu erwartenden Tarifsteigerungen. »Es wäre naiv zu glauben, die fehlenden Mittel hätten keine Auswirkung auf die Patientenversorgung.« Binnen zehn Jahren seien 90000 Stellen in den rund 2100 Kliniken abgebaut worden. Nun herrsche »maximale Arbeitsverdichtung«, weitere Reserven gebe es nicht. »Der bloße Hinweis der Politik auf Wirtschaftlichkeitsreserven in den Kliniken grenzt an Sarkasmus«, meinte Kösters. (AP/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 25.01.2008, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!