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03.01.2008
- → Inland
Lafontaine will Wessis werben
Saarbrücken. Linke-Chef Oskar Lafontaine beklagt die geringe Präsenz seiner Partei in den alten Bundesländern. »Abgesehen vom Saarland, wo die Linke mit 2000 Mitgliedern drittstärkste Partei ist, haben wir großen Nachholbedarf«, sagte Lafontaine der Saarbrücker Zeitung (Donnerstagausgabe). »Neben den 50000 Mitgliedern im Osten brauchen wir mindestens 30000 im Westen, um ein dauerhafter Faktor im deutschen Parteiensystem zu sein«, erläuterte Lafontaine. Dazu müsse die Mitgliederwerbung forciert werden. Gegenwärtig gebe es in den alten Ländern nur 20000 Parteimitglieder. Darüber hinaus setzt Lafontaine auf eine Erweiterung des politischen Profils seiner Partei. Die Linke werde bisher ausschließlich als Partei der sozialen Gerechtigkeit wahrgenommen. »Unsere wirtschaftlichen Vorstellungen sind dagegen fast unbekannt«, bedauerte Lafontaine. (ddp/jW)
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