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Steinbach soll sich raushalten

München. In der großen Koalition gibt es Streit über die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen Erika Steinbach. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse forderte die CDU-Politikerin am Wochenende auf, sich aus den Gremien des geplanten »Dokumentationszentrums über Vertreibungen« zurückzuziehen. Er begründete seine Forderung mit der Ablehnung gegen Steinbach in Polen: »Selbst die gemäßigtesten polnischen Politiker sehen Rot, wenn man den Namen erwähnt.« Der Vorsitzende der Vertriebenengruppe in der Unionsfraktion, Jochen-Konrad Fromme, sprach sich dagegen für eine wesentliche Beteiligung des BdV und Steinbachs bei der Errichtung und dem Betrieb des »Zentrums gegen Vertreibungen« in Berlin aus: Die Heimatvertriebenen müßten darauf bauen können, daß sie bei der Errichtung des Zentrums nicht vor der Tür stehen gelassen würden.

(AP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.10.2007, Seite 5, Inland

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