-
16.10.2007
- → Feuilleton
Naomi (2)
Mit ihrem Buch »No Logo« wurde Naomi Klein berühmt. In ihrem neuen Werk »Die Schock-Strategie: Aufstieg des Katastrophenkapitalismus« argumentiert sie, daß die Verwirrung der Bevölkerung nach Naturkatastrophen, Terroranschlägen oder Kriegen von interessierten Kräften genutzt werden, um einschneidende politische und ökonomische »Reformen« durchzusetzen. Als Beispiele nennt Klein die Privatisierung des Krieges durch den Einsatz von Söldnerunternehmen nach dem 11. September oder die Versteigerung der Strände in Südostasien nach dem Tsunami. Die Wurzeln des Katastrophenkapitalismus sieht sie in Ideen neoliberaler Vordenker wie Milton Friedman. Am Mittwoch liest Klein in Berlin um 19.30 Uhr im Festsaal Kreuzberg, Skalitzer Str. 130 und diskutiert anschließend ihre Thesen mit Vertretern der Gruppe »FelS- für eine linke Strömung«.
(jW)
(jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feuilleton