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Aus: Ausgabe vom 05.10.2007, Seite 15 / Feminismus

Chile: Kein Ende des Abtreibungsverbots?

Santiago. In Chile zeichnet sich das Scheitern eines Gesetzes zur Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen ab. Frauenorganisationen wollen deshalb ihren Druck auf die Regierung von Staatspräsidentin Michelle Bachelet verstärken, um zu erreichen, daß zumindest ein seit sieben Jahren vorliegender Entwurf zu einem Gesetz für sexuelle und reproduktive Rechte das Parlament passiert. Die Vorlage hatten Abgeordnete der linksgerichteten Koalition eingebracht, die Bachelet unterstützt. Die Staatschefin hatte versprochen, das Gesetz wieder auf die parlamentarische Agenda zu setzen. Doch dies trifft auf massiven Widerstand von 61 der 120 Abgeordneten.

Abtreibungen nach medizinischer Indikation waren in Chile von 1931 bis 1989 erlaubt. Dann wurden sie von Diktator Augusto Pinochet, der von 1973 bis 1990 an der Macht war, verboten. Seitdem drohen Frauen, die abtreiben, sowie Personen, die den Abbruch vornehmen, Haftstrafen von drei bis fünf Jahren. Dennoch werden nach inoffiziellen Schätzungen jährlich 160000 Schwangerschaften abgebrochen. Die Müttersterblichkeit in dem südamerikanischen Land ist sehr hoch.(IPS/jW)

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