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DGB distanziert sich von Israel-Boykott

Köln. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat sich nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers (Samstagausgabe) von Boykottaufrufen britischer Gewerkschaften gegen Israel distanziert. In einem DGB-Positionspapier zum Nahost-Konflikt, das der Zeitung vorliegt, schreibt DGB-Chef Michael Sommer: »Wer zum Mittel eines Boykotts greifen will, schwächt die Position der friedensbereiten Mehrheit auf beiden Seiten.« Ende Mai hatte die britische Akademikervereinigung UCU die Zusammenarbeit mit Israels Universitäten beendet, weil sie »Komplizen« bei der »Besatzung Palästinas« seien. Die größte Gewerkschaft im britischen öffentlichen Dienst, UNISON, startete eine Kampagne gegen israelische Produkte. Der israelischen Gewerkschaftsunion Histradut wirft UNISON vor, sie opponiere nicht gegen die »Apartheidmauer« zu den Palästinensergebieten. Auch Gewerkschaften in Irland, Kanada und Südafrika boykottieren Israel. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 08.09.2007, Seite 2, Inland

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