Zum Inhalt der Seite

Basketball-EM: Keine Spinner

Mit NBA-MVP in die Zwischenrunde

Madrid. Heute, am Tag nach der dritten und letzten EM-Vorrundenpartie in Palma de Mallorca gegen Litauen, fliegt die Auswahl des Deutschen Basketballbundes (DBB) nach Madrid. Hier beginnt am Freitag die Zwischenrunde.

Das DBB-Team steigt am Samstag in den Kampf um den Viertelfinaleinzug ein, gegen Frankreich oder Italien. Qualifiziert hatten sich die Deutschen bereits am Dienstag abend mit einem souveränen 79:49 (40:27) gegen die Türkei. Der höchste Sieg im 33. Vergleich. »Ein tolles Spiel wie aus einem Guß«, befand Bundestrainer Dirk Bauermann. »Wir sind keine Spinner, daß wir vor dem Turnier so hohe Ziele formuliert haben.«

Die Vizeeuropameister um den »erneut überragenden NBA-MVP Dirk Nowitzki« (eine stehende Redewendung mittlerweile) wollen ins Finale. Den Türken ließen sie keine Chance. Absolut nicht müde nach dem holprigen Start gegen Tschechien (83:78 n. V.) vom Montag abend deklassierten das deutsche Team und sein Würzburger Star auch türkische NBA-Profis wie Hidayet Turkoglu (Orlando Magic) und Mehmet Okur (Allstar, Utah Jazz). Im Anschluß erklärte Mithat Demirel, gebürtiger Berliner mit türkischen Wurzeln: »Es kommt nicht drauf an, wer die meisten Punkte macht. Basketball ist viel komplexer. Wir haben wahrscheinlich den besten Teamgeist bei dieser EM.« Zumindest erfährt niemand im DBB-Kader eine Sonderbehandlung wie Turkoglu oder Okur, die in eigenen PKWs hinter dem türkischen Mannschaftsbus vor die Hallen fahren.
Anzeige


Worauf es nicht ankommt: Nowitzki war im Spiel gegen die Türkei mit 24 Punkten bester deutscher Werfer (wie schon gegen die Tschechen, 35 Punkte). Für die Türkei punktete Turkoglu mit 15mal am häufigsten.

(sid/jW)

vor dem letzten Vorrundenspieltag qualifiziert: BRD, Litauen, Rußland, Griechenland, Spanien, Slowenien, Frankreich


→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 06.09.2007, Seite 16, Sport

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!