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Sarkozy erschreckt BRD mit AKW-Deal

Berlin. Die von Frankreich angekündigte Lieferung eines Atomreaktors an Libyen stößt in Deutschland parteiübergreifend auf Empörung. An »manchmal etwas überraschende Aktionen aus Frankreich« sei Europa ja schon gewöhnt, sagte Außenstaatssekretär Gernot Erler (SPD) am Freitag. Das Atomgeschäft, das Sarkozy am Mittwoch mit Libyen vereinbart habe, sei aber »problematisch«. Wenn Frankreich Atomtechnik ausführe, seien davon auch europäische Sicherheitsinteressen betroffen. Deshalb hätte Sarkozy sich mit Deutschland absprechen müssen. Vorgesehen ist die Lieferung eines Atomreaktors, mit dem eine Meerwasserentsalzungsanlage betrieben werden soll. Das Geschäft soll eine Tochtergesellschaft der staatlichen französischen Nuklearholding Areva abwickeln, an der Siemens mit 34 Prozent beteiligt ist.(AP/AFP/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.07.2007, Seite 1, Inland

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